Bei AMG ist der Wurm drin

Es gibt Termine, die fangen komisch an und enden gut. Andere fangen komisch an und gehen so weiter. Das sind dann meist AMG Termine.
Aber das ist sicher Zufall.

Es ging schon los mit der Detailplanung. AMG lud nach Affalterbach um den 45sten Geburtstag zu feiern, mit alten Autos, viel Information und Neuheiten, die wir niemandem zeigen dürfen. Flug oder Zug kamen wegen der Distanz und der geplanten Ankunftszeit nicht in Frage. Als Gefährt stand ein Honda Civic aus dem Fuhrpark zur Verfügung, der aber wegen des zu flachem Dachs für mich ausscheidet – die Sitzposition ist für groß Gewachsene eine Zumutung. Doch, Glückes Geschick, rechtzeitig trudelt noch ein Defender 110 ein, der wegen Aufbauten und Zusatzscheinwerfer eh‘ nicht in die Tiefgarage passt und daher bewegt werden muss.

Auf der A8 sind hohe Geschwindigkeiten nicht machbar, weshalb sich der mit Recaros ausgestattete LR-Experience-Bolivien-2011-Veteran (max 145km/h) tatsächlich als probate Alternative zum Civic empfahl. Die Motor-Ruckler auf der Fahrt störten mich ebensowenig, wie mich das unvermittelte Ausgehen im Stand bei der Kaffeepause zunächst nicht beunruhigte…

In Affalterbach angekommen, gesellte sich zu den Eigenheiten des Defender die beharrliche Weigerung Zündschlüsselbefehle in ein zufriedenstellendes Ergebnis zu überführen, was nach zehn Minuten in ein Telefonat mit der Land Rover Zentrale mündete und man sich darauf einigte, der ADAC (Abschleppwagen) und die Schwabengarage (Expertise) müssten weiter helfen.

Nach 1,5 Kilometern Metern Fußmarsch (das muss man sich mal vorstellen) zu AMG und in der nachfolgenden Zwischenzeit hatte ich Gelegenheit mir den neuen CLS 6.3 AMG Shootingbrake reinzuziehen, Details zum neuen A 45 AMG mit den Entwicklern zu erörtern und den CLK BlackSeries DTM-Edition gemeinsam mit einem Kollegen („FressenKotzenFressenKotzen„) die Sporen zu geben. Um die Phase bis zur Übernahme eines Ersatzfahrzeugs für den Defender zu überbrücken, konnte ich noch eine Runde im CE 300 5.6 AMG „The Hammer“ drehen, was wegen Wolkenbruchs, Spurrillen, LKW-Gischt, 265er Bereifung und Aquaplaning durchaus wörtlich, wenngleich bei vergleichsweise geringer Geschwindigkeit umgesetzt wurde.

Der defekte Defender, so stellte sich bei der Schwabengarage heraus, litt jedoch nicht an „Landrover“ (wie ich zunächst annahm) sondern an „Marder“. Ich werde Fallen und Infrarotkameras installieren müssen, aber das Miststück werde ich kriegen. Und vielleicht verhauen. Aber da bin ich mir nicht sicher. Ein Marder tut  schließlich auch nur, was ein Marder tun muss.



PS: Das ist ein Crosspost von blog.autoscout24.de

 


Leave a Reply