Eklat auf Abendland-Konferenz

Integration der Konservativen gescheitert.

Die kürzlich wiederaufgelegte Deutsche Abendland-Konferenz (DAK) endete in einem Eklat. Laut Innenminister Heinrich, seien die eingeladenen Mitglieder konservativer Vereinigungen und Parteien nicht bereit, sich von gewaltbereiten Nazis zu distanzieren. Dies sei jedoch Voraussetzung für die Integration in eine moderne Gesellschaft.

Auf der sogenannten Abendland-Konferenz werden seit Beginn des 21ten Jahrhunderts konservative und katholische Gruppen eingeladen „in einen Dialog mit der Gesellschaft zu treten“, wie es in der Satzung heißt. Brisanz erfuhr die unregelmäßig stattfindende Abendland-Konferenz im vergangenen Sommer durch die haltlosen Thesen des mittlerweile abberufenen Bankenchefs Mokazin. Eine seiner Kernthesen lautete, Konservative bekämen mehr Kinder als Linke und leisteten daher einen überdurchschnittlichen Beitrag gegen den drohenden demographischen Wandel des Abendlandes.

Dass diese Kinder zudem meist blond seien und im Sommer kurze Hosen trügen, sei erstens schon aufgrund der Genetik nicht überraschend und zweitens ja durchaus nicht unerwünscht, so Freizeitforscher Mokazin in seinem Buch „Der Deutschlandkult“. Der darin formulierte Aufruf an die konservativen Kräfte Deutschlands „die Rückbesinnung auf konservative Traditionen und christliche Werte voranzutreiben“ stellt auch jetzt wieder eine zentrale Forderung der Vertreter auf der Abendlandkonferenz dar und bleibt damit Kristallisationspunkt einer anhaltend hitzigen Debatte. Nach Meinung vieler Konservativer seien es doch vor allem Traditionen, die Quelle deutscher Kultur seien, Teile forderten diese Traditionen als Leitkultur in die Debatte einzubringen. „Konservatismus ist die Wurzel Deutschlands“ formulierte Mokazin.

Vertreter forderten außerdem die Einführung von Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Dem erteilte Innenminister Heinrich jedoch schon im Vorfeld eine klare Absage. Unterstützung erfuhr er von Spitzenvertretern der Blauen, einem politischen Zusammenschluss humanistischer Verbände, deren Vorsitzender Müller-Kneissel sagte „Dann können wir ja auch gleich noch Esoterik als Pflichtfach einführen!“.  Innenminister Heinrich führte weiter aus, er sehe keinen Anlass, den Konservatismus als Teil Deutschlands anzusehen: „Historisch gesehen ist der Begriff erst eine relativ späte Erscheinung. Insofern gibt es keine handfesten Belege für den Konservatismus in Deutschland“, er habe das gegoogelt.

Auf die jüngsten Gewaltausbrüche bei rechtsradikalen Demonstrationen angesprochen erklärte der Innenminister, die Wertkonservativen hätten “ jetzt die Chance, Missverständnisse auszuräumen, indem sie sich sichtbar von Nazis abgrenzen“. Selbstverständlich wolle er „nicht unterstellen, sie seien Sympathisanten“. Er fordere jedoch einen „Schulterschluss im Angesicht drohender Gewalt“ und wolle an einer Sicherheitspartnerschaft arbeiten.

Die Vertreter der Konservativen bezeichneten dies als „total ungerecht“ und behalten sich vor, das nächste Mal zu Hause zu bleiben.

Auch Vertreter der Katholiken setzen sich weiter von der Gesellschaft ab. Wie bekannt wurde, verlangte der Vatikan vor dem UN-Menschenrechtsrat, dass die Menschenrechte auch für katholische Kirchenvertreter gelten sollten. Im konkreten Fall sehe der heilige Stuhl die freie Meinungsäußerung in Gefahr, wenn Priester und Bischöfe Homosexualität nicht mehr mit Pädophilie und Inzest vergleichen dürften. Immerhin hätten sie selbst ja die Moral erfunden und fühlten sich hier zu sehr auf Augenhöhe mit Schwulen und Lesben. Generalsekretär Ban Ki-Moon schüttelte den Kopf, einem Deutschen raunte er zu: „Viel Spaß bei der Integration.“

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