Karl Guttenberg gibt Vornamen zurück

Karl Guttenberg trennt sich von einem seiner Vornamen. Damit reagiert er auf zunehmende Kritik seitens der Presse, die im Sinne einer eindeutigen Benennung eines amtierenden Ministers in der laufenden Berichterstattung eine Vereinfachung forderte. Den Vorwurf, er hätte mit seinen vielen Vornamen Verwirrung stiften wollen weist der Verteidigungsminister als „absurd“ zurück.

Und ich betone: „Absurd“

Er werde den Vornamen Theodor ab sofort nicht mehr führen erklärte der Freiherr vor erstaunten Parteikollegen. Die zuständige Behörde in seinem Geburtsort München sei bereits informiert, so Guttenberg. Im dortigen Kreisverwaltungsreferat hieß es dazu, man prüfe derzeit, die Anzahl Vornamen generell auf ein „verantwortbares Maß“ zu begrenzen. Der Vorstoß des Ministers würde dem Amt nun sicher „die Arbeit erleichtern“.

Minister Karl  Guttenberg reagiert mit diesem überraschenden Schritt auf zunehmenden Unmut bei Teilen der Presse, die sich durch die bisher zehn Vornamen Karl Guttenbergs gegängelt fühlten. „Es kann doch nicht sein, dass ein Bundesminister mehr Vornamen hat als die Bundeskanzelerin“ verriet ein ausgewählter Medienvertreter, der jedoch nicht genannt werden wollte. Auf Nachfrage bestätigte er, daß er selber zwar auch einen zweiten Vornamen trüge, dies aber „nur im privaten Umfeld“.

Guttenberg betonte, weder die Kanzlerin „noch sonst jemand“ habe ihn zu seinem mutigen Schritt aufgefordert. Auf die Frage eines ebenso mutigen Bloggers weshalb die Wahl ausgerechnet auf „Theodor“ gefallen sei antwortete Karl Guttenberg, die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Sein Vater habe „in mühevollster Kleinarbeit“ eine Liste von vielversprechenden Namen erstellt, darunter auch Maria und Joseph. Er räumte jedoch ein, „teilweise den Überblick verloren“ zu haben. Und weiter: „Ich habe mich am Wochenende nochmals mit meinen Namen beschäftigt“ und „es war richtig, dass ich gesagt habe, dass ich zu viele Vornamen habe.“

Als junger Familienvater jedoch habe ihm schlichtweg die Zeit gefehlt seine Vornamen auf ein normales Maß zu reduzieren und betonte er habe „allerdings zu keinem Zeitpunkt bewusst verwirrt“. Der Minister machte gleichzeitig deutlich, dass es derzeit drängendere Themen gäbe und er nun die Diskussion um seine Namen als beendet betrachtete. Er würde ab sofort nur noch mit seinem Vater darüber sprechen.

Die versammelten Journalisten sind anderer Meinung. Es fiel die Bemerkung, der Minister solle für jede Fehlentscheidung einen weiteren Vornamen abgeben. Dies wurde jedoch von der Mehrheit der Blogger als „abstrus“ zurückgewiesen.

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PS: Ob Karl Guttenberg seinen Vornamen Theodor tatsächlich und im Wortsinne an die Behörden zurück gibt, konnte bis jetzt nicht bestätigt werden. Laut Kreisverwaltungsreferat sei solch ein Vorgang nicht vorgesehen, schließlich hätte man den Namen Theodor zwar eingetragen, jedoch weder ersonnen, zugeteilt oder physisch vergeben. Tatsächlich wird Karl Guttenberg die Einzelheiten wohl „im Familienkreis“ abstimmen müssen, so ein KVR-Mitarbeiter. Das Amt sei nur für den Verwaltungsakt zuständig.

 


Womit alles anfing:

 

Rezension von #Guttenbergs #Dissertation von Fischer-Lescarno ist jetzt online: http://is.gd/LhD3AV (pdf) #plagiat

http://twitter.com/#!/tweiss/statuses/40338736474497024

Auszug:

„Widersteht man dem Impuls, die Arbeit mangels Substanz nach einer ersten Durchsicht gelangweilt aus der Hand zu legen und liest man etwas genauer hinein, dann zeigen sich einige formelle Auffälligkeiten.“
Andreas Fischer-Lescarno in Kritische Justiz, Feb-2011



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12 Responses to “Karl Guttenberg gibt Vornamen zurück”

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