Schwere Kindheit

Eine schwere Kindheit zu haben ist sicher keine leichte Sache. Doch gr0ße Persönlichkeiten wachsen daran. Es soll viele Beispiele in der Geschichte geben und man fragt sich unwillkkürlich, was wohl aus ihnen hätte werden können, wenn sie keine schwere Kindheit gehabt hätten.

Auf Bild.de erhält man Anregungen.

Das sieht dann so aus:

Nun ist es eine Sache, Hitler in eine Reihe mit Schriftstellern wie Hemingway oder Balzac zu stellen.
Ihn bei dieser Gelegenheit aber „eine große Persönlichkeit“ zu nennen, eine ganz andere. Aber bei Bild wird man „das ja wohl noch mal sagen dürfen„…

Aber wenn man der Meinung ist, dass Hemingway möglicherweise noch besser geschrieben hätte, wenn er keine Mädchenkleider hätte tragen müssen (wie in auf bild.de behauptet), wäre aus Hitler womöglich ein noch viel besserer Diktator und Massenmörder geworden?

Aber vielleicht habe ich Bild.de auch falsch verstanden, wenn sie sagen, dass Hitlers schwere Kindheit ihn zu einem „Gefühlskrüppel“ machte, „was seine unfassbaren Gräueltaten im Erwachsenenalter natürlich nicht entschuldigt.

Natürlich nicht.

Nachtrag (17.11.2010, 8:27): Laut BildBlog hat bild.de den Satz geändert in „Jörg Zittlau über Horror-Eltern und ihre KInder“ (sic!).


PS: Weil das mit der Ironie so eine Sache ist: Nein, ich möchte hier nichts relativieren oder mich über etwas lustig machen. Daher ist dieser Post auch in der Kategorie „Ernst!“ eingeordnet.


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